Risikodiagnostik

Was ist die Alzheimer-Risikodiagnostik?

Die Alzheimer-Risikodiagnostik ist ein neuartiges Testverfahren. Es besteht im Kern aus einem bildgebenden Verfahren, mit dem Alzheimer-typische hirnorganische Veränderungen nachgewiesen werden können. Für den Patienten wird ein individuelles Risikoprofil erstellt. Eine Alzheimer-Demenz kann zuverlässig ausgeschlossen werden und bei positivem Testergebnis kann eine Früherkennung der Alzheimer-Demenz begünstigt werden.

Was ist neu an der Alzheimer-Risikodiagnostik?

Die Kombination aus Kernspintomographie (MRT) und der Untersuchung auf funktionell-symptomatische Defizite erlaubt neben dem Nachweis altersuntypischer hirnorganischer Veränderungen, die bei einer Alzheimer-Demenz üblich sind, auch die Objektivierung von Hirnleistungsstörungen. Hirnorganische Veränderungen treten bei der Alzheimer-Demenz in vielen Fällen schon vor dem Sichtbarwerden erster Symptome auf und deuten auf ein erhöhtes Risiko hin. Mit der Alzheimer-Risikodiagnostik kann eine Alzheimer-Demenz ausgeschlossen und Risikopatienten identifiziert werden.

Wie wird die Alzheimer-Risikodiagnostik durchgeführt?

Es wird eine dreidimensionale Kopf-Aufnahme mit Hilfe der Kernspintomographie (MRT) angefertigt. Bei der Kernspintomographie handelt es sich um ein strahlungsfreies und nicht-invasives Verfahren. Die Aufnahmezeit beträgt in etwa 10 Minuten. Die akquirierten Bilddaten werden vom Radiologen visuell begutachtet. Zusätzlich werden sie mit einem computergestützten Verfahren analysiert, das den Nachweis kleinster altersuntypischer Abbauprozesse im Gehirn ermöglicht. Zudem erfolgt eine Untersuchung auf funktionell-symptomatische Defizite mit der sich Hirnleistungsstörungen objektivieren lassen. Die Ergebnisse werden zu einem individuellen Risikoprofil zusammengefasst.

Für wen ist die Alzheimer-Risikodiagnostik gedacht?

Die Alzheimer-Risikodiagnostik ist für Menschen mit Risikofaktoren geeignet. Neben dem Alter zählen auch Gedächtnisstörungen, Depression, Diabetes, Bluthochdruck oder familliäre Vorbelastung zu den Risikofaktoren.

Was ist das Ergebnis der Alzheimer-Risikodiagnostik?

Bei der Alzheimer-Risikodiagnostik wird ein individuelles Risikoprofil erstellt.

In den überwiegenden Fällen ist weder eine Hirnleistungsstörung noch ein altersuntypischer Abbau der Hirnsubstanz nachweisbar. Das Risiko einer dementiellen Entwicklung ist gering. Eine Alzheimer-Demenz kann für die nächsten drei bis fünf Jahre mit großer Sicherheit ausgeschlossen werden.

In wenigen Fällen findet sich ein Abbau von Hirnsubstanz, der über das altersübliche Maß hinausgeht. Hier könnte eine degenerative Erkrankung die Ursache für den beschleunigten Abbau sein. Das Risiko einer dementiellen Entwicklung ist erhöht. Bei zusätzlich nachweisbaren Hirnleistungsstörungen besteht ein erhöhtes Alzheimer-Demenz-Risiko. Eine fachärztliche Abklärung wird empfohlen.

In seltenen Fällen kann keine eindeutige Aussage getroffen werden. Dann ist eine Verlaufskontrolle nach 6-12 Monaten angeraten. Damit kann präzise die Veränderung der Hirnvolumina zwischen den Untersuchungen bestimmt werden, was die Empfindlichkeit weiter erhöht. Spätestens zum Zeitpunkt der Nachfolgeuntersuchung ist eine eindeutige Aussage möglich.

Was ist der Nutzen der Alzheimer-Risikodiagnostik?

Der Ausschluss einer Alzheimer-Demenz kann vielen Menschen Ängste nehmen und Sicherheit geben. Zudem kann die Suche nach möglicherweise behandelbaren Ursachen eingeleitet werden. Bei erhöhtem Risiko hingegen kann die Alzheimer-Risikodiagnostik eine frühe Diagnose der Alzheimer-Demenz begünstigen.

Wie läuft die Untersuchung ab?

  1. Kontaktaufnahme mit einem Neurologen oder Psychiater

  2. Untersuchung auf funktionelle / symptomatische Defizite; klinische Untersuchung

  3. Kernspin (MRT)-Aufnahme des Kopfes in einem zertifizierten Zentrum

  4. Computergestützte Auswertung der Bilddaten (durch jung diagnostics)

  5. Ergebnisbesprechung und Erläuterung des Risikoprofils mit dem Neurologen / Psychiater

Kontakt

Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Zum Kontaktformular...

Informationsblatt zum Download:
Infoblatt